FÜREINANDER EINSTEHEN GIBT HALT FÜR JEDEN EINZELNEN

MITSPIELEN STATT AUSGRENZEN: SPORT FÜR ALLE KINDER

Gerade sozial benachteiligten Kindern tut es gut, in einem Sportverein neue Kontakte zu knüpfen. Dabei lernen sie, Regeln auch im Alltag zu akzeptieren und Selbstdisziplin zu üben. Zudem machen sie die Erfahrung, dass Erfolg regelmäßiges Training voraussetzt, entwickeln Teamgeist und Zusammenhalt in der Mannschaft. Doch die Mitgliedschaft in einem Sportverein kann für viele Familien, die nur über ein geringes Einkommen verfügen, der Betrag sein, der sich am leichtesten einsparen lässt.

MIT SOZIALEN TUGENDEN GEGEN GEWALT

Deshalb hat die Münchner Sportjugend bereits 2001 einen Fördertopf eingerichtet, aus dem Beitragsnachlässe für Kinder aus bedürftigen Familien finanziert werden. Die Initiative "Sport für alle Kinder" gibt sozial benachteiligten Kindern die dauerhafte Möglichkeit, eine Sportart im Verein auszuüben. Die Bosseler & Abeking Stiftung hat durch finanzielle Unterstützung geholfen, die Entwicklung dieser Kinder zu fördern. Soziale Tugenden wie Fairness, Verantwortung und füreinander Einstehen geben gerade Jugendlichen aus schwierigen Familienverhältnissen mit Gewalterfahrung neue Impulse. Die Bosseler Abeking Stiftung hofft, dass durch diese und ähnliche Initiativen Vorfälle wie der brutale Übergriff Jugendlicher am S-Bahnhof in München-Solln künftig vermieden werden können.





































LEBEN BRAUCHT RAUM, UM SICH ENTFALTEN ZU KÖNNEN

DIE TIBETISCHEN KINDER DER DOLPO-REGION

Abgeschieden in Nepals Nordwesten liegt die Himalaya-Region Dolpo. Auf 2.000 bis 4.500 Metern Höhe siedeln hier neben zahlreichen ethnischen Tibetern auch tibetische Flüchtlinge. Ihre Kinder werden von den Versorgungsstrukturen des Landes in aller Regel nicht erreicht: Weder erhalten sie Förderung durch die tibetische Exilregierung noch durch die nepalesische Regierung. Eine schulische Infrastruktur in jenen entlegenen Dörfern aufzubauen, ist äußerst schwierig und gelingt nur selten. Eine Ausnahme bildet hier das Dorf Saldang.

Dieses Dorf liegt auf 4.200 Metern Höhe, unweit der tibetischen Grenze und zählt zum tibetischen Kulturkreis. Das Leben ist hart für die Dolpo-Pa, die Bewohner der Region. Wie vor Hunderten von Jahren leben sie in einer Hochgebirgswüste ohne Straßen und Elektrizität. Sie bewirtschaften ihre kargen Felder und ziehen mit Yak-Karawanen über die Grenzpässe nach Tibet, um Handel zu treiben.

EINE SCHULE FÜR SALDANG

Die Dorfbewohner wollten es ihren Kindern ermöglichen, Bildung zu erwerben und zugleich die tibetische Tradition ihrer Heimat zu bewahren. Bis Ende der 90er Jahre jedoch hatten die Kinder von Saldang keine Möglichkeit zur Schule zu gehen. Schon 1995 entschloss sich die Tibet-Aktivistin Adelheid Dönges, Hilfe zu leisten, sensibilisiert durch einen Besuch im Dolpo. Gemeinsam mit Dorfbewohnern und der Organisation Freunde Nepals e.V. gelang es ihr, eine Schule in Saldang zu gründen. Im Jahr 1999 konnte der Schulbetrieb mit der ersten Vorschulklasse gestartet werden. Heute umfasst die Shelri Drukta School zwei Vorschulklassen, die Grundschulklassen 1 bis 5 sowie die Mittelschulklassen 6 und 7. Neben den Fächern des nepalesischen Lehrplans wird mit Tibetisch auch die Muttersprache der Kinder gelehrt.

Die Bosseler Abeking Stiftung hat die Gehälter für drei qualifizierte tibetische Lehrer übernommen, die bereit sind, in dieser unwirtlichen Grenzregion zu arbeiten.

TIBETISCHE KINDERDÖRFER IN INDIEN

Um 1960 gelangten die ersten Flüchtlings-Kinder aus Tibet über den Himalaya nach Indien. Damals ließ der Dalai Lama Lebensräume für die Kinder seiner Heimat schaffen. Heute bestehen neun Tibetische Kinderdörfer in Indien; jedes beherbergt 1.000 bis 2.500 Kinder und Jugendliche. Neben Kindern, die auf ihren eigenen Beinen über den Himalaya geflüchtet sind, leben hier Kinder ehemaliger Flüchtlinge, die in Nepal oder Indien geboren wurden. Abgesehen davon, diesen Kindern eine Heimat zu bieten, spielt der Erhalt der tibetischen Kultur, die seit der Okkupation Tibets durch China existentiell bedroht ist, eine zentrale Rolle. In den Kinderdörfern bekommen tibetische Kinder und Jugendliche eine Ausbildung in ihrer eigenen Sprache, Kultur und Religion.

DOLPO-HAUS IM TIBETISCHEN KINDERDORF VON LADAKH

Viele ethnische Tibeter der nepalesischen Dolpo-Region konnten ihren Kindern aus eigener Kraft keine schulische Ausbildung zukommen lassen. Deshalb drängten sie in den vergangenen Jahren verstärkt in das Flüchtlingsauffanglager von Kathmandu, um ihre Kinder in einem tibetischen Kinderdorf unterbringen zu können. Für das Auffanglager gestaltete sich die Situation zunehmend schwieriger, da es über keine Infrastruktur für diese Kinder verfügte. Durch die Zusammenarbeit mit Saldang und den guten Erfahrungen mit den Dolpo-Schülern des Hostels in Kathmandu entstand der Plan zum Bau eines Hauses innerhalb eines tibetischen Kinderdorfes. Hierfür zeigte sich das Kinderdorf von Ladakh in Nordindien besonders geeignet, da diese Region aufgrund ihrer Höhe und Abgeschiedenheit sehr dem Dolpo ähnelt und die Kinder sich hier wie zu Hause fühlen können.

Die Bosseler Abeking Stiftung beteiligte sich an dem Neubau des Dolpo-Hauses im tibetischen Kinderdorf von Ladakh.

































NUR IM SPIEL KANN SICH KREATIVITÄT FREI ENTFALTEN

DELPHIN-THERAPIE FÜR SCHWERBEHINDERTE KINDER

Eine einmalige Therapieform für schwerbehinderte Kinder hat der amerikani-sche Psychologe und Verhaltensforscher Dr. David E. Nathanson bereits vor über 25 Jahren entwickelt: die Delphin-Therapie. Diese zielt vor allem auf Patienten im Kinder- und Jugendalter, die unter schwersten und komplexen Erkrankungen leiden. Neben starken körperlichen Beeinträchtigungen bestimmen psychische Probleme und Verhaltensauffälligkeiten die Diagnosen.

Hier setzt die Delphin-Therapie an: Im Mittelpunkt der 14-tägigen Behandlung stehen Patient und Delphin. Zunächst wird jedes Kind auf den Kontakt mit dem Tier von einer Plattform aus vorbereitet. Die Delphine, die in Einklang mit dem Tierschutz in einer natürlichen Meeresbucht leben, können die Besonderheiten eines jeden Patienten erkennen und nähern sich ihm auf spielerische Weise.

IM SPIEL MIT DELPHINEN LEBENSFREUDE ENTDECKEN

Gewöhnlich verlieren die Kinder schnell die Angst vor dem Delphin und entwickeln Selbstvertrauen. Dann kommt es zwischen dem Tier und den Kindern zum direkten Kontakt im Wasser. Neugier und die Möglichkeit, mit dem Delphin zu kommunizieren, wecken die Kräfte und die Lebensfreude der Patienten. Dies motiviert sie, ihre Außenwelt besser wahrzunehmen. Die qualifizierten Mediziner und Therapeuten des Curaçao Dolphin Therapy Centers betreuen auch die Eltern, die das Geschehen begleiten und unterstützen.

Zwar kann die Delphin-Therapie die körperlichen Krankheiten nicht heilen, doch werden nachhaltige Verbesserungen erzielt. So sind die Patienten im Verlauf der Therapie zunehmend aufmerksamer, können sich besser konzentrieren und zu anderen Kontakt aufnehmen. Zudem zeigen sich Fortschritte im emotionalen Erleben: Viele Kinder sind nach der Therapie etwa erstmals in der Lage, Freude zu signalisieren, zu sprechen und Angst zu überwinden. Indem die Therapie die Isolation der Kinder aufbricht und die Fähigkeit zur Interaktion fördert, schafft sie die Voraussetzungen für eine klassische medizinische Rehabilitation.

DOLPHIN AID ERMÖGLICHT DELPHIN-THERAPIEN

Mit Hilfe der Delphin-Therapie konnte inzwischen rund 10.000 Patienten aus 55 Ländern geholfen werden. Die kostenintensive Behandlung können die meisten Familien jedoch nicht aus eigenen Mitteln finanzieren. Für sie sammelt die Hilfsorganisation dolphin aid e.V. Spenden.
Die Hilfsorganisation wurde im Jahr 1995 von Kirsten Kuhnert gegründet. Nach einem Unfall war ihr Sohn durch eine Delphin-Therapie aus dem Koma erwacht. Mittels Spenden und Sponsoren konnte dolphin aid inzwischen mehreren tausend behinderten Kindern und ihren Eltern eine Delphin-Therapie ermöglichen.

MEHR LEBENSQUALITÄT FÜR LISA-MARIE UND SABRINA

Durch die Unterstützung der Bosseler & Abeking Stiftung konnten die Schwestern Lisa-Marie (8) und Sabrina (17) im Spätherbst 2008 gemeinsam mit ihren Eltern im Curaçao Dolphin Therapy Center auf den Niederländischen Antillen betreut werden. Aufgrund der Delphin-Therapie ist zu erwarten, dass sich die Lebensqualität für Lisa-Marie, Sabrina und ihre Eltern wesentlich verbessert.

Bereits im Frühjahr 2008 wurde Steven G. (16) eine Delphin-Therapie ermöglicht. Eine weitere Therapie erhielt Kevin Z. mit Hilfe der Bosseler & Abeking Stiftung.

Nähere Informationen über den Verein:
dolphin aid e. V.
Angermunder Straße 9 · 40489 Düsseldorf
www.dolphin-aid.de






WER HOFFNUNG SCHENKT, ZEIGT EINEN WEG AUS DEM DUNKEL

BETREUUNG FÜR KINDER SUCHTKRANKER ELTERN

Die Drogenberatung Condrobs München betreut jährlich rund 1.500 abhängige und drogengefährdete Menschen. Zudem kümmert sie sich auch um deren Angehörige. Etwa 22 Prozent der Betroffenen haben Kinder. Kinder, deren drogenabhängige Eltern sich bei ausgewählten Einrichtungen in Beratung, Betreuung oder Behandlung befinden, brauchen ebenfalls Betreuung. Hierfür war es nötig, eine pädagogische Fachkraft einzustellen.

GEZIELTE VERBESSERUNG DER ELTERN-KIND-BEZIEHUNG

Dadurch wird es möglich, Kinder mit Hilfe von unterschiedlichen Settings in das Beratungsangebot zu integrieren. So lässt sich für alle Beteiligten unmittelbar und nachhaltig darstellen, wie sich das Suchtverhalten der Eltern auf die Kinder auswirkt. In der Folge können adäquate Hilfen zur Verbesserung der Eltern-Kind-Beziehung gezielt eingesetzt werden. Hierbei geht es in erster Linie darum, den Eltern Schuldgefühle und Ängste zu nehmen, vor allem die Angst, ihren Kindern nicht gerecht zu werden. Stattdessen sollen sie konkret darin gefördert und gefordert werden, ihre Elternrolle und die damit verbundene Verantwortung zu übernehmen. Dass sich das positiv auf die Kinder auswirkt, liegt auf der Hand.

Ein weiteres Ziel der Kinderbetreuung besteht darin, dass die Kinder in die Einrichtung mitgebracht werden können und dadurch der Berater bzw. die Beraterin den Blick nicht mehr auf den Suchtkranken allein fokussiert, sondern das Familiensystem als Ganzes in die Betreuung mit einbeziehen kann. Hierfür bilden die Erkenntnisse und Hinweise der pädagogischen Fachkraft eine wichtige Grundlage.

STIFTUNG FINANZIERT HALBE PERSONALSTELLE

Damit es möglich war, diese Fachkraft einzustellen, unterstützte die Bosseler & Abeking Stiftung 2007 die Neuschaffung einer halben Personalstelle bei der Drogenberatung Condrobs. Die Stiftung übernahm die Personalkosten für diese Stelle im Bereich mobiler Kinderbetreuung.
Zusätzlich zur Schaffung der neuen Personalstelle gibt Bosseler & Abeking jedem Einzelnen seiner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Gelegenheit, sich ganz persönlich zu engagieren: zum einen durch die Möglichkeit einer eintägigen Hospitanz bei der Drogenberatung München, während der eine Beurlaubung vonseiten der Geschäftsleitung besteht. Zum anderen hat jeder Mitarbeiter von Bosseler & Abeking eine dauerhafte Patenschaft für ein Kind übernommen.

Weitere Informationen zur Arbeit der Drogenberatung Condrobs:
Drogenberatung Condrobs München
Konradstraße 2 · 80801 München






WISSEN ÖFFNET TÜREN IM LABYRINTH DES LEBENS

BILDUNG MACHT KINDER STÄRKER

Bildung ist der Schlüssel zur Bekämpfung von Armut und zur Umsetzung der Menschen- und Kinderrechte. Mehr als 70 Millionen Kinder im Schulalter - die meisten von ihnen Mädchen - gehen nicht zur Schule. Hinzu kommt, dass viele Schulen mangelhaft ausgestattet und Lehrkräfte häufig nicht gut ausgebildet sind.

Gerade in Lateinamerika ist die Situation prekär: In den Großstädten leben Tausende Kinder auf der Straße. Ihr Leben ist geprägt von Unsicherheit und Angst. Viele von ihnen müssen auf Plantagen oder als Bettler arbeiten. Ethnische Minderheiten werden benachteiligt.

BILDUNG FÜR KINDER - UNTERSTÜTZUNG FÜR FAMILIEN

Die Organisation Plan International setzt sich dafür ein, dass Kinder so wenig wie möglich arbeiten müssen und dass sie nicht mehr ausgebeutet werden. Ziel ist es, Kindern und Jugendlichen eine Grundbildung zu ermöglichen und ihnen Fertigkeiten mitzugeben, die für ihr weiteres Leben entscheidend sind. Dazu gehört auch, den Familien zu helfen, alternative Einkommensquellen zu finden - beispielsweise durch das Bereitstellen von Kleinstkrediten.

Die Bosseler Abeking Stiftung hat über Plan International vier Patenschaften übernommen. Durch diese werden Programme finanziert, die zum Ziel haben, Mädchen und Jungen zu stärken und ihr Lebensumfeld über langfristige Projekte zu verbessern. Die Organisation setzt dabei auf Hilfe zur Selbsthilfe und die aktive Teilhabe aller Gemeindemitglieder an den Projekten.